Juni 12, 2021

Asus TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi)

AMDs Chipsätze der 500er-Serie haben in der Tech-Welt einige ernsthafte Wellen geschlagen – oder zumindest eine so große Welle, wie man sie von einem Chipsatz erwarten kann. Der X570-Chipsatz des Unternehmens war revolutionär für die Einführung von PCI Express (PCIe) 4.0-Unterstützung, und der neue B550-Chipsatz folgt diesem Beispiel mit eigener PCIe 4.0-Unterstützung, obwohl die Technologie hier etwas eingeschränkt ist. Der B550-Chipsatz hat auch einige entscheidende Vorteile gegenüber dem X570, und hier bekommen wir unseren ersten Blick auf ein Board mit diesem Silizium, das 199,99$ teure Asus TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi). Der Test dieses Boards verlief so reibungslos, wie man es sich nur wünschen kann, und insgesamt ist das Mainboard ein perfektes Beispiel dafür, was der AMD B550-Chipsatz zu bieten hat.

Board-Design

Das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) kommt im MicroATX-Formfaktor (erkennbar am M nach der Chipsatz-ID). Nachdem ich im letzten Jahr fast ausschließlich ATX- und Extended-ATX-Motherboards getestet habe, fühlt sich dieses Ding in meinem Midtower-Testgehäuse außerordentlich klein an. Es gibt aber immer noch jede Menge Platz auf der Oberfläche des Boards für Anschlüsse und Komponenten, und Asus hat den Platz mit einer gut durchdachten Auswahl gefüllt.

Bevor wir uns jedoch den Anschlüssen widmen, sollten wir das ästhetische Design und die thermische Hardware des Boards genauer unter die Lupe nehmen. Das Mainboard hat ein schlichtes schwarzes und graues Farbschema mit ein wenig Weiß und Gelb, um die Sache aufzupeppen. Erwarten Sie nicht viel an LED-Beleuchtung, abgesehen von ein paar Lichtern in der unteren rechten Ecke. Diese RGB-fähigen LEDs blinken zwar in mehreren Farben, aber das TUF-Board wird keine Fans von knalligen RGB-LEDs erfreuen. Sie sind eher dezent.

Die Kühlkörper sind kleiner als man es von einem ATX-Board gewohnt ist, aber das hilft auch, einen Vorteil des neuen B550-Chipsatzes hervorzuheben: AMDs X570-Chipsätze benötigen bei hoher Last eine aktive Kühlung, um nicht zu überhitzen, der B550 hingegen nicht. Im Gegenteil: Der neue Chipsatz scheint nicht nur keinen Lüfter zu benötigen, sondern Asus ist auch mit einem relativ kleinen Kühlkörper über dem Chipsatz ausgekommen.

Unter sonst gleichen Bedingungen ist es typischerweise besser, einen größeren Kühlkörper zu haben, daher würde ich einen kleineren Kühlkörper normalerweise nicht als Segen betrachten, aber wenn es darum geht, mit kleineren Mainboards zu arbeiten, kann es sicherlich von Vorteil sein. Dies gibt den Entwicklern des Boards letztendlich zusätzlichen Raum für das Hinzufügen anderer Komponenten auf dem Board.

Die Kühlkörper, die die VRMs abdecken, sind ebenfalls etwas kleiner als bei den High-End-X570-Boards, aber sie sind dennoch recht groß und sollten eine angemessene Kühlung für die 8+2 Leistungsphasen dieses Boards bieten.

Vernetzung

Die LAN-Unterstützung auf Mainboards hat in letzter Zeit einen Schritt nach oben gemacht, da 2,5-Gbps-NICs immer häufiger eingesetzt werden. Boards wie das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) sind oft mit Single-Gigabit-NICs ausgestattet, aber stattdessen kommt dieses Board mit Realteks RTL8125B 2.5Gbps Ethernet Controller. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass sich die Dinge ändern, da diese Premium-Teile aus vergangenen Zeiten beginnen, in den Mittelklasse-Markt zu sickern.

Asus hat dieses Board auch mit einer Intel Wi-Fi 6 AX200 NIC ausgestattet, die die neuesten 802.11ax-Netzwerkprotokolle unterstützt und Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,4Gbps übertragen kann. Damit ist sie fast so schnell wie eine kabelgebundene Internetverbindung.

Audio

Das Audio-Subsystem dieses Boards ist um einen Realtek S1200A Audio-Codec herum aufgebaut, den Asus mit einem SNR von 108dB angibt. Wenn Sie sich dieses Board auf der Produktseite von Asus ansehen, sollten Sie jedoch nicht der Behauptung Glauben schenken, dass dieses Signal-Rausch-Verhältnis beispiellos ist. Um diese Behauptung zu untermauern, hat Asus das S1200A mit dem Realtek ALC887 verglichen, der 2008 auf den Markt kam, und alle besseren Audio-Codecs, die danach veröffentlicht wurden, komplett ignoriert.

Heute verfügen die meisten High-End-Mainboards über Audio-Codecs mit einem SNR von 120dB und bieten besseren Klang als das, was das TUF Gaming B550M-Plus (Wi-Fi) bieten kann. Das Realtek S1200A liegt in diesem Punkt nicht weit hinter diesen High-End-Boards, und ich würde es nicht als Deal-Breaker bei der Kaufentscheidung betrachten, aber Sie sollten wissen, dass es Boards mit besserer Audio-Hardware als dieses gibt.

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