Juni 12, 2021

Asrock Z490 Taichi

Haben Sie im Zeitalter der schwer erhältlichen Ryzen-Prozessoren Lust auf ein Upgrade oder eine Intel-CPU der 10. Asrocks 369,99 US-Dollar teures Z490 Taichi ist ein überzeugendes High-End-Motherboard, das dem langjährigen Gear-Motiv des Unternehmens treu bleibt. Die Taichis sind immer interessant anzuschauen, und Asrock mischt die Designs von Plattform zu Plattform, während es das allgemeine Thema beibehält. Die Serie bietet immer eine reichhaltige Ausstattung und ein Aussehen, das ästhetisch ansprechend ist, ohne übermäßig auffällig zu sein.

Dieses spezielle Taichi-Board ist jedoch etwas Besonderes. Es sieht gut aus und fühlt sich gut an, und obwohl eine kleine Gruppe von Käufern sich über ein paar kleinere Aspekte beschweren könnte, bietet es dennoch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis – es kann vielleicht nicht ganz unsere Editors‘ Choice-Auswahl für das beste Z490-Motherboard insgesamt aufgrund der schieren Dreistigkeit, das Asus Z490 ROG Maximus XII Extreme, toppen, aber das Z490 Taichi kostet nur etwa halb so viel. Wenn Sie auf der Suche nach einem Mainboard für extremes Gaming und Overclocking sind und keine Preise der Flaggschiff-Klasse zahlen wollen, ist diese Asrock-Plattform eine perfekte Wahl für High-End-Core-CPUs der zehnten Generation.

Das Design: Alles wieder aufgerüstet

Das Z490 Taichi ist ein ATX-Motherboard mit markanten Heatspreadern, die den Großteil der Oberfläche bedecken. Um den CPU-Sockel und die RAM-Steckplätze herum ist ein größerer Teil des Boards freiliegend, aber große Bereiche in der Nähe werden von einem Paar großer Kühlkörper und der Kühlung und dem Komponentenvolumen um die hintere I/O-Abdeckung des Boards herum abgedeckt.

Diese Metallteile helfen bei der Kühlung der wichtigen Stromversorgungs-Hardware des Boards, die aus 15 Leistungsphasen mit DR.MOS 50-Ampere-Schaltungen besteht. Ein Paar kleiner Lüfter, die am obersten Kühlkörper angebracht sind, und eine Metall-Heatpipe, die zwischen den beiden Kühlkörpern verläuft, helfen ebenfalls dabei, die Wärmeentwicklung in Schach zu halten.

Obwohl es sich bei diesem Board nicht um ein echtes Flaggschiff-Modell handelt (das ist der Aqua-Serie von Asrock oder Feature-Monstern wie dem oben erwähnten Asus und dem MSI MEG Z490 Godlike vorbehalten), sollte es dank seiner Kühlungshardware in der Lage sein, teurere Z490-Plattformen in Sachen Übertaktung in den Schatten zu stellen.

Die Rückseite des Boards wird außerdem durch einen eigenen großen Heatspreader verstärkt. Er hilft dabei, die Unterseite des Boards zu kühlen und verleiht dem PCB gleichzeitig etwas zusätzliche strukturelle Integrität.

Unter den Heatspreadern, die die untere Hälfte des Boards abdecken, befinden sich drei M.2-Key-M-Steckplätze für ultraschnelle PCI-Express-NVMe-Solid-State-Laufwerke. Da es sich um ein Intel Z490-Motherboard handelt, erreichen diese Steckplätze maximal PCIe 3.0 x4-Geschwindigkeiten, sodass sie nicht ganz mit den PCIe 4.0 M.2-Steckplätzen der neuesten High-End-AMD-Motherboards mithalten können. Aber sie bieten immer noch schnelle Datengeschwindigkeiten von bis zu 3.500 MB/s.

Wie bei den meisten Mainboards spielen auch diese thermischen Komponenten eine wichtige Rolle für das ästhetische Erscheinungsbild des Boards. Der Kühlkörper über dem primären Chipsatz ist wie bei den anderen Boards der Taichi-Produktlinie mit Metallzahnrädern bestückt. Diese Anordnung wird durch einen silbernen Rahmen akzentuiert, und ein größeres zweifarbiges schwarzes Zahnrad-Emblem über den benachbarten M.2-Heatspreadern hilft, das Industriemotiv über das gesamte Board zu spannen.

Ein Blick auf die Vernetzung und Audio

Für ein High-End-Mainboard ist die Netzwerkausstattung des Z490 Taichi etwas dürftig. Asrock hat sich dafür entschieden, das Board mit Realteks Dragon RTL8125BG auszustatten, der mittlerweile sowohl auf Mittelklasse- als auch High-End-Boards weit verbreitet ist. Es gibt auch eine zweite RJ-45-Buchse, die mit einem Intel i219V Gigabit-Controller verbunden ist, aber keiner der beiden Chips bietet wirklich erstklassige Leistung. Es hätte für die Firma Sinn gemacht, einen 5Gbps-Controller auf dieses Board zu quetschen, um ihm einen Vorsprung vor einigen der günstigeren Konkurrenten zu verschaffen, aber Asrock entschied sich, eine andere Richtung einzuschlagen.

Die drahtlosen Netzwerkfähigkeiten sind dagegen mit einem Intel 802.11ax (Wi-Fi 6)-Modul, das Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2,4 Gbps übertragen kann, auf Augenhöhe. Auch dieses Silizium ist sowohl auf Mittelklasse- als auch auf Luxus-Mainboards zu finden, und ich habe bisher auf keinem Board eine bessere Wireless-Lösung gefunden, egal zu welchem Preis.

Die Wahl des Audio-Subsystems des Z490 Taichi ist potentiell eine bittersüße Entscheidung. Die Firma hat versucht, die Extrameile mit dem Front-I/O-Audio zu gehen, indem sie einen High-End ESS Sabre9218 DAC eingesetzt hat, der Berichten zufolge ein Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) von 130 dB hat. Diese Lösung verfügt auch über einen eingebauten Verstärker, und um das Rauschen zu reduzieren, hat Asrock den Front-I/O-Header vergoldet und Wima-Kappen auf den Leiterbahnen zwischen dem Header und dem Codec installiert.

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