September 20, 2021

Porsche Design AOC Agon PD27

Porsche Design ist eine Industriedesign-Tochter der Porsche AG, dem Stuttgarter Hersteller legendärer Sport- und Rennwagen. Wie der Name schon andeutet, bringt sie die von Porsche inspirierte Ästhetik auch in nicht-automobile Produkte wie Kleidung, Brillen und Uhren. Auch in der Elektronik hat das Unternehmen seine Finger im Spiel, weshalb Sie seinen Namen auf dem AOC Agon PD27 Gaming-Monitor sehen. Der PD27 ist ein High-End 1440p AOC Gaming-Monitor in einem Porsche-Gehäuse, und er sieht nicht nur wegen seiner Ästhetik fantastisch aus. Sein Bildschirm ist erstklassig, mit exzellentem Kontrast und Farbe, einer Bildwiederholrate von 240 Hz und unglaublich geringem Input Lag. Mit einem Listenpreis von 799,99 Dollar bei verschiedenen US-Händlern (oder 649 Euro auf der Porsche Design-Website) ist es teuer für ein 27-Zoll-Display, aber seine Leistung rechtfertigt den Preis noch mehr als sein Design-Stammbaum, weshalb es unseren Editors‘ Choice Award für High-End-Gaming-Panels der Mittelklasse verdient. (Und obwohl es sich nicht um ein Gaming-Notebook handelt, können wir uns durchaus vorstellen, dieses Panel mit dem Porsche Design Acer Book RS zu kombinieren, das wir Ende letzten Jahres getestet haben).

Das Design: Showroom-tauglich

Der Porsche-Aspekt des Agon 27 kommt sofort zum Vorschein, wenn man es aus dem Karton nimmt. Die verschiedenen Zubehörteile wie Netzteil, Kabel und Fernbedienung (mehr dazu weiter unten) werden ordentlich verpackt in einer Box mit dem Porsche Design-Logo geliefert, die sich gut wiederverwenden lässt, zusammen mit einem eleganten, metallischen 16-GB-USB-Laufwerk, das das Handbuch und die Treiber des Monitors enthält. Der Monitor selbst gleitet komplett vormontiert aus der Verpackung, montiert auf seinem markanten Standfuß. Anstelle eines klobigen Plastiksockels sitzt das Display auf einem soliden Metallskelett eines Tischständers, inspiriert vom Überrollkäfig des Porsche 911 RSR. Er ist schwer und solide und hat eine breitere Standfläche als Monitore ähnlicher Größe. Der Ständer lässt den Monitor nach oben und unten neigen und leicht nach links und rechts drehen sowie in der Höhe verstellen.

Der Bildschirm selbst ist gewölbt, mit einem schmalen schwarzen Band um die Oberseite und die Seiten und einem zentimeterbreiten Rahmen am unteren Rand mit einem Porsche Design-Logo. Auf der Rückseite des Panels sitzt ein Vier-Wege-Joystick in der unteren rechten Ecke. Ein Anschluss für den klobigen Power Brick, ein USB-Upstream-Anschluss, vier USB-Typ-A-Anschlüsse, eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse und eine 3,5-mm-Mikrofonbuchse befinden sich rechts von der Stelle, an der der Monitor mit dem Standfuß verbunden wird. Zwei DisplayPorts, zwei HDMI-Anschlüsse und seltsamerweise eine zweite 3,5-mm-Mikrofonbuchse befinden sich auf der linken Seite des Standfußes und sind nach unten gerichtet.

Der Monitor ist offensichtlich so konzipiert, dass er ausschließlich mit dem Ständer verbunden ist und nicht an einer Wand oder an einem VESA-Arm montiert wird. Die Verbindung zwischen den beiden Teilen scheint dauerhaft zu sein, was durch den RGB-Lichtblock an der Oberseite des Standfußes unterstrichen wird, wo ein kurzer Arm mit der Rückseite des Monitors verbunden ist. Der Block kann ziemlich hell werden und wirft farbiges Licht auf die Rückseite des Monitors und auf das glänzende Metall des Standfußes.

Der Lichtblock wird durch einen Streifen mit RGB-LEDs ergänzt, der in den unteren Rand des Displays integriert ist. Über das On-Screen-Display (OSD) können Sie die Beleuchtung dimmen oder ausschalten, sie auf eine gewünschte Farbe einstellen oder zwischen den Farben mit verschiedenen Effekten wechseln. Wem die Farboptionen nicht genügen, der kann mit einem kleinen Projektor ein Porsche Design-Logo auf den Tisch unter dem Monitor projizieren. Auch diese Projektion können Sie einstellen (oder ausschalten).

Sie können das OSD mit dem Joystick auf der Rückseite des Panels steuern, aber es ist viel einfacher, die mitgelieferte Fernbedienung zu verwenden, ein trapezförmiges, metallbeschichtetes Tastenfeld, das den Monitor kabellos steuert. Ein kleines schwarzes Gummiband an der Unterseite hält die Fernbedienung an ihrem Platz auf dem Schreibtisch, obwohl das Band bereits begonnen hatte, sich vom Metall zu lösen, als wir mit dem Test des Monitors begannen. Die Fernbedienung verfügt über vier Richtungstasten, eine zentrale Bestätigungstaste, eine Zurück-Taste und drei Modus-Tasten, mit denen Sie zwischen den Voreinstellungen wechseln können.

Leider sind die Tasten auf der Fernbedienung sehr flach, was es leicht macht, die falsche Taste zu drücken, wenn man nicht direkt auf sie schaut. Dies wird noch frustrierender durch das komplizierte Design des OSDs, das sich zu einer Reihe von unregelmäßigen Rechtecken öffnet, die Zugang zu verwirrend angeordneten Menüs bieten. Color Setup, Image Setup, Luminance und Game Setting sind allesamt separate Einträge auf dem OSD, anstatt nur ein oder zwei Bildmodus-Menüs, die Zugriff auf alle Helligkeits- und Farbregler bieten. Light FX steuert die RGB-Beleuchtung an der Rückseite und am unteren Rand des Monitors, aber die Bedienelemente des Logo-Projektors befinden sich in einem völlig separaten Menü unter Extra. Hinzu kommen einige Ungereimtheiten, ob der rechte Pfeil oder die mittlere Taste das Menü vorantreibt, und das ist eine frustrierende Erfahrung.

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